Datzetal

Die Gemeinde wurde am 1. Januar 2003 aus den vormals selbständigen Orten Sadelkow und Salow gebildet. Daneben gehören folgende Ortsteile zu Datzetal: Bassow, Roga, Pleetz und Sadelkow Siedlung.
Bassow
Die urkundliche Ersterwähnung von Bassow stammt aus dem Jahre 1397. Bassow gehörte damals schon als Pertinenz zu Pleetz und war Lehen der Bertikow, einem der ältesten Adelsgeschlechter des Landes. Seit 1469 im Besitz der Hahns wurde Bassow im Zuge des großen Hahnschen Güterkonkurses (1815) verkauft und gelangte 1816 in den Besitz des Amtmanns (von) Michael, dessen Nachkommen Bassow bis zur Bodenreform nach Ende des Zweiten Weltkriegs besaßen. Seit 2003 gehört Bassow zur Gemeinde Datzetal.


Dorfkirche von Sadelkow, Ortsteil der Gemeinde Datzetal. Errichtet als gotische Feldsteinkirche im Jahre 1380

 


Pleetz
Die ehemalige Burg (heute Gutshaus) im Ortsteil Pleetz an der Handelsstraße von Neubrandenburg nach Friedland wird 1366 erstmals erwähnt und war Mitte des 14. Jahrhunderts Rittersitz. 1469 wurde das uradelige Geschlecht (von) Hahn mit der Begüterung Pleetz belehnt.
Pleetz war das politisch bedeutendste Landgut im mecklenburgischen Südosten. Als Gutsbesitzer erlangten die Hahns 1469 das mit Pleetz verbundene erbliche Amt des Landmarschalls der Herrschaft Stargard. Erblandmarschall war eines der ranghöchsten politischen Ehrenämter im altmecklenburgischen Staat, wo es zeitgleich stets drei Erblandmarschälle (Mecklenburg, Wenden, Stargard) gab. Das mit Pleetz verbundene Amt hatte fortan für knapp 450 Jahre bis zum Ende der Monarchie stets ein von Hahn inne. Seit 2003 gehört Pleetz zur Gemeinde Datzetal.

Sadelkow
Der heutige Ortsteil Sadelkow taucht erstmals 1380 in einer Urkunde auf. Der Ort oder Teile davon hatte seit dem Mittelalter viele Besitzer und bediente zahlreiche Stiftungen. Im 16. Jahrhundert besaßen die Gentzkow und die Ihlenfeld den Hauptteil des Gutes, später waren die Ahrenstorff, seit 1912 die Lowtzow Besitzer. Im 18. Jahrhundert wurden die letzten Bauern gelegt. Seit 2003 gehört Sadelkow zur Gemeinde Datzetal.

Salow
Der heutige Ortsteil Salow wird unter diesem Namen 1385 erstmals in einer Urkunde genannt. Die Salower Feldsteinkirche als ältestes Bauwerk im heutigen Gemeindegebiet stammt bereits aus dem Jahr 1308. Der zur Kirche gehörende Fachwerkkirchturm mit Spitzhaube wurde 1968 wegen Baufälligkeit abgerissen. Zum Zwecke des Wiederaufbaus des Turms in ursprünglicher Form gründete sich 2008 der Salower Kirchturmverein; die geschätzten Kosten von 300.000 Euro sollen vorwiegend durch Spenden aufgebracht werden.
Bei der Gründung der Orte spielte das Rittergeschlecht Bertikow die Hauptrolle. Später wechselten Teile des Gutes mehrfach die Besitzer. Der zur Begüterung Pleetz gehörige Hauptteil von Salow gehörte ab 1469 den Hahns. Nach deren Konkurs erwarb es 1815 der Oberhauptmann Wilhelm von Oertzen auf Lübbersdorf. Um 1800 waren in Salow die letzten Bauernstellen im Gut aufgegangen.
Nach der politischen Wende 1990 wurden in Eigeninitiative und mit Förderprogrammen die Straßen und Gehwege sowie viele Häuserfassaden erneuert. Im ehemaligen Gutshaus entstand das Dorfzentrum Salow mit dem Gemeindezentrum, einem Jugendclub und einer Gaststätte sowie einer Keramikwerkstatt und der Heimatstube. In den letzten Jahren wurden viele Einfamilienhäuser gebaut. In Salow steht eine Kindertagesstätte zur Verfügung. Salow wurde 1998 und 2003 (als damals selbständige Gemeinde) „Schönstes Dorf“ des Landkreises Mecklenburg-Strelitz. Seit 2003 gehört Salow zur Gemeinde Datzetal.

Quelle:wikipedia.de