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Jagdschloss Prillwitz

Das Jagdschloss Prillwitz ist ein ehemaliges großherzogliches Schloss in Prillwitz in der Gemeinde Hohenzieritz.
1795 kaufte Herzog Carl von Mecklenburg-Strelitz das Gut Prillwitz von der Familie von Bredow. Das damals bereits vorhandene Herrenhaus aus dem Jahre 1706 existiert heute noch. 1882 übernahm der Erbgroßherzog (spätere Großherzog) Adolf Friedrich V. die Bewirtschaftung des Gutes. Sein Vater, Großherzog Friedrich Wilhelm (II.), erbaute für ihn um 1890 das Jagdschloss neben dem alten Herrenhaus. Die Pläne zu diesem Bau im Stil einer Vorstadtvilla stammen von Baurat Eugen Müschen. Ein Teil der Wände im Inneren des Gebäudes wurde mit eingemauerten Austernschalen und Weinbergschneckengehäusen verziert und als „Grotte“ bezeichnet.
1945 wurde das Schloss geplündert und später von Flüchtlingen und Neusiedlern bewohnt. Trotz der Nachkriegswirren blieben die Holztäfelungen der Eingangshalle, des Treppenhauses und des Saales (des späteren Restaurants), größtenteils erhalten.
1955 übernahm das Energiekombinat Neubrandenburg das Schloss und errichtete darin ein Ferienobjekt. In dieser Zeit wurde das Aussehen des Gebäudes dem damaligen Zeitgeist angepasst. Dazu zählten auch drei Flaggenmasten für die Fahnen der Sowjetunion, der DDR und des Energiekombinates. Durch die Nutzung des Gebäudes als Konsumgaststätte und Erholungsheim wurde ein sonst drohender Verfall verhindert.
Seit 1995 präsentiert sich das Haus als Hotel mit angeschlossenem Restaurant. Ende 2006 wechselte der Besitzer und im Winter 2007/Frühjahr 2008 erfolgte eine stilvolle Renovierung des Hauses und die Wiederherstellung der Parkanlage. Die Wiedereröffnung nach weitergehenden Sanierungsmaßnahmen erfolgte am 4. April 2009.

